Friedensreich Hundertwasser

Bei Friedensreich Hundertwasser Regentag Dunkelbunt, der am 15. Dezember 1928 unter seinem bürgerlichen Namen Friedrich Stowasser in Wien geboren wurde, handelt es sich um einen Künstler aus Österreich, der zumeist als Maler tätig war.

Allerdings war Hundertwasser auch im Bereich der Architektur aktiv und engagierte sich zudem für den Umweltschutz.

Zu seinem Künstlernamen kam Hundertwasser im Jahre 1949, indem er aus seinem Nachnamen Stowasser die Silbe „sto“, die in der slawischen Sprache für „Hundert“ steht, ersetzte, um seinen Geburtsnamen einzudeutschen.

Der Junge Hundertwasser wuchs als Sohn eines arbeitslosen Ingenieurs und dessen Frau auf. Da sein Vater kurz nach seinem ersten Geburtstag verstarb, wurde der Junge fortan von seiner Mutter großgezogen und kam im Alter von sieben Jahren auf die Montessori-Schule in Wien.

Hier wurde dem jungen Hundertwasser von seinen Lehrern bereits früh ein hoher Form- und Farbensinn bescheinigt.

Trotz der Tatsache, dass seine Mutter eine Jüdin war, wurde Hundertwasser katholisch getauft und war nach dem Anschluss Österreichs zu Deutschland ein Teil der Hitler-Jugend. Obwohl die Familie in ein anderes Haus zwangsumgesiedelt wurde, überlebten Hundertwasser und seine Mutter den Schrecken der Nazi-Diktatur, dem neben seiner Großmutter rund 69 weitere Verwandte zum Opfer fielen.

Nach der Matura an einem Wiener Gymnasium im Jahre 1948 besuchte Hundertwasser drei Monate lang die Akademie der bildenden Künste in Wien und begann zu dieser Zeit damit, die eigenen Werke mit seinem Künstlernamen zu signieren.

Nach Abbruch des Studiums reiste Hundertwasser erstmals nach Italien, wo er einen französischen Künstler kennen lernte, mit dem er 1950 nach Paris reiste.

Hundertwasser reiste immer viel und beherrschte neben der deutschen auch die englische, französische und italienische Sprache. Daneben sprach er zudem auch etwas Japanisch, Russisch, Tschechisch und Arabisch.

Besonders seine Reisen inspirierten Hundertwasser und trugen zu seiner künstlerischen Entwicklung bei. So entstanden 1949 in Italien die ersten Aquarelle von Hundertwasser, zu denen er von dem Maler Walter Kampmann inspiriert wurde.

Hundertwasser experimentierte zur Anfertigung seiner Werke immer wieder mit verschiedenen Techniken, wie der Lithographie, dem Siebdruck, der Radierung, dem Farbholzschnitt und vielen anderen.

Er war der erste Maler überhaupt, dessen Bilder von Kunstmeistern in Japan geschnitten und in der Folge gedruckt wurden. Zudem gelang es Hundertwasser auch, spezielle Grafik-Editionen herzustellen, bei deren Seiten es sich um echte Unikate handelt und die daher unter Kunstsammlern heute äußerst begehrt sind.

In den 70er Jahren vertiefte Hundertwasser zudem seine Kenntnisse im Bereich der Druckgrafik und entwickelte eine Reihe von Druckverfahren, die unter anderem auf die Verwendung fluoreszierender oder phosphoreszierender Farben setzen. Hundertwasser war stets der Ansicht, dass eine Zusammenarbeit zwischen Künstler, Techniker und Drucker der einzige richtige Weg ist, um Kunstwerke zu erschaffen.

Hundertwasser verstarb am19. Februar 2000 an Bord eines Kreuzfahrtschiffs auf der Rückreise von Neuseeland nach Europa. Beigesetzt wurde der Künstler auf seinem Grundstück in Neuseeland, wo sich ein Tulpenbaum auf seinem Grab befindet.